Elisabeth von Samsonow 

Löss. Eine Frau in der Landschaft 

loessElisabeth von Samsonow beschäftigt sich mit dem Material Löss, in dem die prähistorischen Venusfigurinen bis zu ihrer Auffindung gut gepackt lagen. Ihr Verfahren ist das einer aufmerksam tastenden Begegnung und Aufzeichnung der Lösslandschaft Niederösterreichs, in einer Bewegung hin zur ecological humanity (Deborah Bird Rose). 

Eine Frau in der Landschaft

Kuratorin: Felicitas Thun-Hohenstein 

Fotos: Leo Pluschkowitz 

In Kooperation mit THE DISSIDENT GODDESSES‘ NETWORK logo tdgn mobile

und der Akademie der bildenden Künste Wienak wien

 

Landesgalerie Niederösterreich Krems

The Parents' Bedroom Show

Video-Installation

IMG 3995
Die Installation umfasst ein Video in einem Schlafzimmerschrank, eine Bank und ein Poster. Sie legt das Verhältnis zwischen Eltern und (Kunst)Kind in einer Verschränkung von Film, Zeichnung, Objekt und Photographie auseinander. 
Foto (c) Landesgalerie Krems

The Parents' Bedroom Show, Film von Elisabeth von Samsonow, Performancefotos von Juergen Teller, Spazio Ridotto, Venedig.
Ein Projekt während der La Biennale di Venezia 2019

The Parents' Bedroom Show

Parents Bedroom

Die Ausstellung THE PARENTS’ BEDROOM SHOW basiert auf der von Samsonow realisierten Performance in München, die sich mit dem Spannungsfeld zwischen Öffentlichem und Intimem befasst. Das Ganze gravitiert um die Idee der „Urszene“. Das elterliche Schlafzimmer erscheint hier jedoch als Knotenpunkt sich überkreuzender Geschichten und Biografien – die elterlichen Betttücher sind getränkt von persönlichen als auch politischen und historischen Erinnerungen.

In ihren Betten schließt sich die Singularität ihrer Begierden mit den politischen Gesten ihrer Zeit kurz. Juergen Teller ist in diesem Projekt kein fotografierender Archivar der Performance, sondern ein Komplize, der Chronomanipulationen einsetzt, um die Zeit, oder besser: den Vektor von Leben und Tod, umzukehren.

Elisabeth von Samsonow
Galerie Andrea Jünger Wien

Euphoric Presence/ Collective Blessings

Euphoric de

In ihrer Performance „Euphoric Presence“ nutzt Elisabeth von Samsonow die intensive Zeit für eine ontologische Explosion in EU – also im griech. Präfix „sehr gut“. Dieses Hochleben im Sein ist direkt mit intensiver Zeit und Einpassung in den Raum verbunden, also mit Hoch-Zeit und Wahr-Heit. Die Suche nach der Wahrheit endet in einem Anfang, der Jetzt ist, wie eine Explosion. Der neue Wiener Aktionismus stellt sich als Segensrakete der Göttin heraus. Die Epiphanie der Göttin findet als Segensregen statt, über alles und alle, als optimistisch automatisiertes Fest.

Programm

Photo credit: Theres Cassini

Penn Book Center Philadelphia, Penn State University
Institute für Contemporary Art Philadelphia

Die fremde Verbündete

Anti Electra. Totemismus und Schizogamie

alien ally

In dieser Lecture-Performance präsentiert Elisabeth von Samsonow die Schlüsselkonzepte ihres gleichnamigen Buches in Form eines durch sie selbst kommentierten hysterischen Anfalls. Sie zeigt, daß die Figur des Mädchens nicht nur das Ausgelassene, Vergessene, Ephemere, Machtlose, das Neutrum der Familie ist, sondern sich als strategisch optimal positionierte Spielerin in der totemistischen Transavantgarde erweist. Indem sie Begriffe aus Deleuze und Guattaris Anti Ödipus reflektiert und kritisiertr entfaltet sie allmählich die Substanz des Mädchens, die  – in weiter Ferne von narzisstischem Girlism – die zeitgenössische Medienkultur, die Geschlechterdebatte und ontologische Re-Definitionen antreibt.

 

Photo credit: Jeff Bark

ARALLEL 2019/ artist statement

ELISABETH VON SAMSONOW

THE PRETZEL GODDESS‘ LOUNGE

pretzel1 Die PRETZEL GODDESS‘ LOUNGE von Elisabeth von Samsonow zeigt zwei Skulpturen und Zeichnungen. Die Brezel ist als überlegene mathematische Form präsent, mittels derer Seinsverhältnisse plastisch werden. Die Brezelgöttin selbst erweist sich als Schwellenfigur zwischen einer banal verschleierten Alltagswelt (die täglich Brezeln serviert) und einer radikalen Metaphysik der Herstellung von Körpern.

Die Brezel ist die erste Signatur (Doppelhelix im gekrümmten Mond) jener Plastizität, die vorausgesetzt werden muss, wenn es um den Körper geht. Die Brezel ist Lieblingsgegenstand der Bildhauerin bzw. der Theoretikerin der Körper produzierenden Körper (auch: Mutter, der Körper der Zukunft). Das zur Hirschkuhbraut umgestaltete Fitnessgerät (herausgebracht zur Münchener Olympiade 197 ) dient als zeitgemässes Mediationsgerät für diesen Zusammenhang.  

doppelhelix

Sonderedition erhältlich in der Galerie Jünger, Wien

sam editionDie Sonder Edition „The Parents‘ Bedroom Show/ Psycho Slots/ Still Lifes“ kommt im April 2019 anläßlich der Ausstellung von Elisabeth von Samsonow und Juergen Teller im Spazio Ridotto, Venedig, heraus. Die Edition wird von der Galerie Andrea Jünger aufgelegt.

Die Edition vereinigt siebzehn Fotografien von Elisabeth von Samsonow zu einem sentimentalen Album. In Variationen verschiedener, sexuell und privatim konnotierter Objekte wird ein infantil-erotisches Tischtheater aufgeführt. Zu lesen wie eine Hieroglyphenschrift der Dinge, die Assoziationen und Erinnerungen auslösen. Die StillLeben dieser Edition stehe in Verbindung mit dem Film „The Parents‘ Bedroom Show“ von Elisabeth von Samsonow, den sie in Venedig zeigen wird. Im Film öffnen sich „Psycho Slots“, querformatige Fenster in eine andere Erzählebene, in eine „Sprache der Seele“.

  • Edition „The Parents’ Bedrom Show/ Psycho Slots/ Still Lifes 2019
  • Auflage 40 Stück/ 30 für den Handel
  • 17 hochwertige digitale Fotodrucke auf Munken Polar rough Papier Format A4 + 1 Deckblatt
  • + 1 Original Handzeichnung von Elisabeth von Samsonow In einer Sammlungskassette
  • Karton lackiert, mit Stoffrücken, verschließbar mit Bändchen
  • Jede Kassette nummeriert, bestempelt und signiert

ELISABETH VON SAMSONOW „THE PARENTS´ BEDROOM SHOW“

sam parents2AM 12. JUNI 2019, 19 UHR

WIR PRÄSENTIEREN DEN KATALOG UND ZEIGEN DEN FILM ZUR BIENNALE-AUSSTELLUNG

Im Anschluss spricht die Künstlerin und Unversalgelehrte (wie Elisabeth von Samsonow unlängst von Nina Schedlmayer tituliert wurde) über neue Tendenzen in der feminstischen Kunst und die verwobene Ikongrafie ihrer eigenen Arbeiten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, aufgrund der beschränkten Sitzplätze ersuchen wir Sie höflich um Anmeldung.

sam parents1GALERIE JÜNGER
Andrea Jünger
A-1040 WIEN, Paniglgasse 17a
+ 43 664 1114771
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.galerie-juenger.at

The Parents' Bedroom Show

 

Taxispalais - Kunsthalle Tirol

SEX

Sarah Decristoforo, Fabiana Faleiros, Alex Martinis Roe, Elisabeth von Samsonow, Ashley Hans Scheirl

5.10.2018 - 27.1.2019
Vernissage: Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19:00 Uhr

Sex fällt mit unserem Sein zusammen. Der sexuelle Akt gilt als intim und lässt zugleich das Öffentliche im persönlichen Raum kulminieren: als singuläre Ausformulierung und Aktualisierung von Politik, als Kommunikation, als Austragungsort von Lust und Fantasie, Reproduktion und Gewalt. Wie Sex ist auch Kunst paradoxal verfasst, agiert in Widersprüchen, Zwischenräumen und Gegensätzen. Beide sind sie Kompliz_innen des Wissens und gleichzeitig Produzent_innen eines sinnlichen Überschusses, der sich den Kategorien des Wissens widersetzt. Erlaubt uns eine Allianz aus Kunst und Sex, eingeübte Infrastrukturen von Erregung, Entzug, Lust und ihrer Entladung umzustricken? Können wir mit Kunst eine zukünftige Grammatik des Sex fantasieren, in der die ausagierte Aggression der Lust nicht der Konsolidierung von Gewaltverhältnissen dient?

Die zum Großteil eigens für die Ausstellung entstandenen Arbeiten von Sarah Decristoforo, Fabiana Faleiros, Alex Martinis Roe, Elisabeth von Samsonow und Ashley Hans Scheirl bringen in Zeichnung, Skulptur, Video, Sound und Installation nicht-normative Experimente von Sex hervor. Welche Verbildlichungen, Verkörperungen, Apparaturen, Settings, Texte und Tutorials vermögen eine sexuelle Ökonomie zu antizipieren, die von exzessivem Tausch und radikaler Solidarität geprägt ist? Wie können wir die Drehbücher unserer sexuellen Identitäten wirksam lektorieren? Welche Rolle spielen dabei Prothesen und Hormone, Zitate und Yoga, Verschwendung und Verausgabung, die Klitoris und digitale Interfaces?

Kuratiert von Nina Tabassomi
taxispalais.art

Skizze zu "Staatsdildo", Linde, Steckdosen, Sockel,

Plexiglas,H 195cm, 2018

Leopold Museum, Wien

Schiele reloaded

Louise Bourgeois, Tadaski Kawamata, Jürgen Klauke, Sarah Lucas, Chloe Piene, Rudolf Polanszky, Maximilian Prüfer, Elisabeth von Samsonow, Fiona Tan

28.9.2018-10.3.2019

Vernissage: Freitag, 28. September 2018, 19:00 Uhr

Mit ihrer Installation GEO ORAKEL (2018) reagiert Elisabeth von Samsonow auf den dem Themenkomplex der Spiritualität bei Schiele gewidmeten Raum der Ausstellung. An der Innenseite einer halbkreisförmigen Metallkoje sind Protuberanzen aufgemalt, die auf frühere Zustände des Planeten Erde verweisen. Davor stehen neben dem mobilisierten Geweih eines 1910 erlegten Rehbocks einander zugewandt zwei Skulpturen aus Lindenholz auf fahrbaren Sockeln. Eine davon ist jenen weiblichen Kykladenidolen nachempfunden, die von der Moderne um 1900 in ihrem Interesse für Abstraktion verstärkt rezipiert wurden. Damit bezieht sie sich direkt auf Schieles Auseinandersetzung mit Formfindungen der Ur- und Frühgeschichte, wie seine zeichnerischen Motivübernahmen aus Moriz Hoernes‘ Urgeschichte der bildenden Kunst in Europa zeigen.


Die zweite Skulptur fungiert als Orakel und ist damit das Ideal eines protuberierenden Körpers: mittels eines integrierten Lautsprechers werden Gedanken zum Plastischen wie zur gemeinsamen Grundlage alles Lebenden an das Kykladenidol übermittelt, dessen Vorfahren als „Erstvorfall in einem modernen System der Plastik“ (Samsonow) verstanden werden. Die in Werken und Briefen belegten Zeugnisse von Schieles theosophischer Grundhaltung, die von der göttlichen Einheit aller Lebewesen getragen ist, trifft in Samsonows GEO ORAKEL auf eine Art „geosophischen Hörsaal“.
Verena Gamper

leopoldmuseum.org

Idol III, Linde, Lack, Filzstift, Tüll,
Sockel, Räder, H 205, 2018

Vienna Contemporary 27.-30. September 2018

 

Marx Halle, Karl-Farkas-Gasse 19, 1030 Wien

Galerie Lisi Haemmerle, Stand G2

PARALLEL VIENNA 25.-30. September 2018

Lassallstraße 1, 1020 Wien

fAN Archive

Elisabeth von Samsonow zeigt ein Perfomancefoto von

Juergen Teller  aus der Serie

THE PARENTS' BEDROOMSHOW 2018

Galerie Lisi Haemmerle

Marvels of Everyday Life / Das alltägliche Sagenhafte

14.7. – 19.8.2018

Die Ausstellung in der Galerie Lisi Hämmerle präsentiert Skulptur, Malerei, Zeichnung und Fotografie. Was diese Arbeiten zusammenbindet ist das „Alltagswunder“, also dasjenige, das durch den (praktischen) Umgang unauffällig geworden ist, obgleich es eine Menge Zündstoff enthält. Zum Beispiel die Brezel. Kunstvoll geschlungen ist sie nicht nur willkommenes Gebäck, sondern stellt auch einen mathematisch höchst anspruchsvollen Ort dar, der gut als Weltmodell taugen würde. Ähnliches gilt für die Zöpfe. Oder für das Holz, das sowieso das ganz alltägliche Rätsel ist, zumindest für die Bildhauerin, die Lindenholz bevorzugt.

Die Hypothese, dass der Haushalt eigentlich das Geheimarchiv der aussortierten metaphysischen Gegenstände bildet, die dezent die Spekulation über die Welt inspirieren (wie etwa Wäscheleinen, Wäscheklammern, Waschlappen, Gebäck als Semmerl oder Brezel oder Laib, Würstchen, Elektromixer und Kessel, Messer, Gabel, Zange und Schere, Besen, Feger und Staubsauger, Lein- und andere Tücher, Teppichklopfer und Teller etc etc) steuert diese Ausstellung. Vorschlagsweise ist es so, dass die (weibliche) Erkenntnis, erreicht durch Verbannung in den Haushalt, gegen den Strich gelesen, äquivalent ist zu einer Kontaktaufnahme mit den Elementen der Welt, da der Haushalt einem auf Schritt und Tritt die geheimen Zeichen (zwar verschleiert in banaler Funktion, was vor allem auch auf das Mobiliar zutrifft) entgegenhält.  Der Sinn entsteigt dem (Fest)Körper wie ein Ton, ein Licht, eine Stimme.

www.galerie-lisihaemmerle.at

Smolka Contemporary

NEW FORMS OF BEAUTY 2

Gilbert Bretterbauer / Stefan Lenhart / Frenzi Rigling / Elisabeth von Samsonow / Michael Sailstorfer / Stefanie Ullmann / Claudia Wieser / Martin Wöhrl

4.5. – 30.5.2018

Vernissage:
Donnerstag, 3. Mai 2018
19:00 Uhr

In Kooperation mit dem Maximiliansforum München

smolkacontemporary.at