Elisabeth von Samsonow

Ausstellungsbeteiligung: Kunst – Spiel mit Tabus und Grenzen

Ausstellung kuratiert von Hubert-Christian Ehalt
Palais Pálffy, Wien
21.3.–29.4 2012, Eröffnung am 20. 3. um 19 Uhr
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog

Elisabeth von Samsonow: VULVA TRANSFER Sakral/ProfanVULVA TRANSFER Sakral/Profan I–IV

Wie die Folterszenen der Märtyrer, so dienen besonders auch die Darstellungen des Drachenkampfes des Heiligen Georg in delikater Weise einer offenen Zuschaustellung einer »Wunde«, die eine Vulva repräsentiert. Diese »Bild-Fälschung« ist insofern interessant, als sie eine primitive Erinnerung oder Verwechslung enthält, die sich bis in die Verwechselbarkeit von Frau und Tier erstreckt.

VULVA TRANSFER SAKRAL/PROFAN I–IV verfolgt die Verschiebung oder die Verrutschung der Vulva als symbolisches Organ in der Gegenrichtung, also zurück auf den weiblichen Körper. Es wird die »hysterische Erblindung« vor dem Organ, das nicht gezeigt werden darf, aufgehoben. Heraus kommt die triste Person der als Drache eingeführten Frau, deren symbolische Penetrierbarkeit zu befragen ist.

VULVA TRANSFER SAKRAL/PROFAN I–IV ist eine visuelle Bildanalyse (Ver- und Entschleierung) sexistischer Dimensionen in der Malerei.

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