Elisabeth v. Samsonow

Ausstellung »Bispektive«

Elisabeth von Samsonow Ausstellung 26. Mai bis 29. August 2009
Elisabeth von Samsonow (Schizosoma) im Dialog mit Casaluce/Geiger (Azionismo posthumano)

Galerie Jünger, Pfarrgasse 1,
2500 Baden bei Wien
Dienstag bis Freitag 15 bis 18 Uhr
Samstag 10 bis 12 Uhr
Im August nach Voranmeldung

Eröffnung: Sonntag, 17. Mai 2009, 18.30 Uhr

Die Arbeiten von Elisabeth v. Samsonow beschäftigen sich mit dem Thema des Transhumanen, mit dem, was jenseits der Grenze des Menschlichen liegt, sofern damit beispielsweise eine Begegnung mit dem Tier, mit der Pflanze, mit dem Gott usf. gemeint sein kann. Neben der subjektiven Dimension der Empfindung , die solche transhumane Zusammenkünfte erregen können, geht es um das Thema der Verbindung und Verknotung von Dimensionen, die, soll die Kommunikation stattfinden, zur Deckung und Synthese zu bringen sind. Aus der Perspektive der Bildhauerei heißt Synthese die Verbindung der flächigen und räumlichen Dimensionen. In den Knotenornamenten, die die Künstlerin mit Hilfe von Teppichklopfern als Matrix sprayt, werden Wege zu komplexen Dimensionen veranschaulicht (von 2D zu 3D, von 3D zu 4D). Der Teppichklopfer ist aber nicht nur Generator der Überschreitung (von räumlichen Dimensionen), sondern auch weiblicher Signifikant, Haushaltsszepter, dessen anspruchsvolle ästhetische Erscheinung bisher im Exil war. Die ornamentalen Bilder und Plastiken begründen eine Ästhetik des Mädchens, welches die Künstlerin als das eigentliche prähumane (halb Mensch, halb Tier oder Pflanze) Wesen definiert. Das Mädchen ist ein Elektro-Bio-Apparat, das empfindende transhumane Medium und die zentrale symbolische Figur einer Technik, die Natur und Kultur verbindet.

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